Frösche in Deutschland (Liste)


Was sind Frösche?

Von einem Freund wurde ich vor einiger Zeit darauf hingewiesen, dass es im Internet keine vernünftige Liste aller Arten von Fröschen in Deutschland oder Europa gibt. Dies hat einen Grund: Wissenschaftlich sind Frösche Amphibien Die Amphibien werden in drei Untergruppen unterteilt: Froschlurche, Schwanzlurche und Schleichenlurche. Frösche gehören zu den Froschlurchen. Dazu gehören aber neben Fröschen auch Kröten. Frösche und Kröten bilden also biologisch eine Gruppe und werden in der Wissenschaft nicht unterteilt. Unter Laien gibt es jedoch eine deutliche Trennung: Frösche leben meist im Wasser, haben eine glatte Haut, können springen und haben Schwimmhäute. Kröten können meist auch weit weg vom Wasser leben, haben eine raue Haut, keine Schwimmhäute und können nicht springen.

Frosch (Laubfrosch)
Bild: © M.R. Swadzba - Fotolia.com

Grenzt man Frösche von Kröten (wie oben beschrieben) ab, gibt es derzeit je sieben Froscharten und sieben Krötenarten in Deutschland. Es folgt eine kurze Beschreibung der verschiedene Frösche, alphabetisch geordnet:

Frösche in Deutschland (Liste mit Beschreibung der Arten)

Grasfrosch: Der Grasfrosch ist in allen Bundesländern Deutschlands verbreitet. Er ist nicht grün, wie der Name vermuten lässt, sondern braun. Aus ausgewachsener Grasfrosch ist 7-10 cm lang. Er kann einige Zeit ohne Gewässer leben, braucht jedoch, wie alle Frösche, Wasser zum laichen.

Kleiner Wasserfrosch:  Dies ist auch ein Frosch, der in ganz Deutschland vorkommt. Er ist meist grün und klein (um 5 cm Körperlänge). Er ist dem Teichfrosch sehr ähnlich, oft leben die beiden Arten sogar zusammen.

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Laubfrosch: Kleiner Frosch, nur 4-5 cm lang, auffallend grün. Vorkommen in ganz Deutschland, aber nicht flächendeckend. In hohen Lagen fehlt der Laubfrosch ganz. Die meisten Frösche dieser Art wohnen in Ostdeutschland, besonders in Mecklenburg-Vorpommern.

Moorfrosch: Dieser Frosch lebt, wie der Name sagt, vor allem in Feuchtgebieten. In Norddeutschland und Ostdeutschland ist er häufiger als in Süddeutschland. Eher selten. Länge 5-6 cm.

Seefrosch: Großer Frosch (Weibchen bis 14 cm, Männchen bis etwa 12 cm Körperlänge). Meist Olivfarben. Kommt nur in einigen Teilen von Deutschland vor  - im Osten häufiger als im Westen, allerdings auch im Osten nicht flächendeckend. Der Seefrosch lebt immer in größeren Gewässern.

Springfrosch: Diese Frösche sind oft hellbraun. Eher selten und nur lückenhaft vorkommend in Deutschland. Erwachsene Springfrösche haben eine Körperlänge von 6 bis 9 Zentimeter.

Teichfrosch: Diese Tiere sind grün (manchmal auch braun) und werden bis zu 10 cm lang. Sie leben in Gewässern. Vorkommen: Außer in kalten Gegenden, wie in Hochlagen, kommt der Frosch fast überall vor.

Weitere Froschlurche in Deutschland (Liste der Kröten und Unken)

Erdkröte: Einer der häufigsten Froschlurche in Deutschland. Die Oberseite ist meist braun oder grau, manchmal auch leicht rötlich. Sie leben zum Beispiel in Wiesen, Gärten, alten Mauern und Kellern. Erdkröten gelten als Kulturfolger.

Geburtshelferkröte: In der Regel legen bei Fröschen und Lurchen die Weibchen den Laich in Gewässer ab. Bei dieser Art tragen die Männchen den Laich jedoch mit sich herum. Daher der etwas seltsame Name Geburtshelferkröte. Es ist eine kleine Art, Maximallänge 5 cm. Geburtshellferkröten kommen in Deutschland eher selten vor, am häufigsten in Baden-Württemberg. In Frankreich und Spanien sind Geburtshelferkröten jedoch häufig.

Gelbbauchunke: Wie der Namen sagt, ist die Bauchseite oft gelb. Die Rückenseite ist hingegen häufig dunkel (grau, braun bis schwarz). Vorkommen: Diese Froschlurche gibt es nur in der südlichen Hälfte Deutschlands, vor allem in Gebirgen.

Knoblauchkröte: Wird diese Kröte angegriffen, sondert sie ein Sekret ab, welches etwa nach Knoblauch riecht. Man sieht Knoblauchkröten sehr selten, da sie sich häufig im Boden eingraben. Die Färbung ist regional unterschiedlich, die Größe beträgt um die 6 cm. Im Nordosten Deutschlands sind sie am häufigsten. In vielen Regionen Süddeutschlands gibt es keine Knoblauchkröten. Die Art ist gefährdet.

Kreuzkröte:  Diese Froschlurchart liebt trockene Gebiete mit Sandflächen, braucht aber auch Gewässer zur Laichablage. Daher ist sie nicht flächendeckend in Deutschland verbreitet, gebietsweise aber häufig. Größe 5-8 Zentimeter, die Haut ist meist braun oder grau.

Rotbauchunke: Diese Art ist auf der Rücken braun oder grau, auf der Bauchseite sind große, auffallende orange oder rote Flecken vorhanden. Rotbauchunken sind sehr klein, unter 5 cm. Diese Art kommt nur in einigen Teilen Nordostdeutschlands vor und ist stark gefährdet. Es ist die wohl seltenste die 14 Froschlurch-Arten in Deutschland.

Wechselkröten: Diese Tiere sind meist hell mit auffälligen, großen, grünen Flecken.. Auf der Unterseite sind sie oft durchgehend hell. Wechselkröten werden 7- 10 m groß, und lieben trockene Gebiete. In Deutschland ist der Bestand bei weitem nicht flächendeckend, die Art gilt als gefährdet.

Neuer Frosch in Deutschland: Der Amerikanische Ochsenfrosch

Ochsenfrosch: Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland eine neue Froschart. Der Amerikanische Ochsenfrosch wurde von Menschen aus Amerika eingeschleppt und verbreitet sich vor allem im südöstlichen Baden-Württemberg, entlang dem Rhein, schnell. Die riesigen Frösche, Körperlänge 20 cm (!), sind Allesfresser und den heimischen Amphibien deutlich überlegen. Sie stellen somit eine Bedrohung für andere Arten dar. Ob und wie weit sich die Neozoen aus Amerika in Europa ausbreiten, bleibt abzuwarten.

Infos über weitere Amphibien in Deutschland finden Sie hier: Schwanzlurche in Deutschland

 

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