Bisamratte


Die Bisamratte ist ein Nagetier, welche ursprünglich nur in Nordamerika vorkam. Etwa ab dem Jahr 1900 wurden Bisamratten in die Natur Europas eingeführt. Zuerst in Tschechien, später auch in Frankreich, Skandinavien und Russland, wurden die Tiere absichtlich oder unabsichtlich in die Natur Europas eingeführt. Sie haben sich schnell extrem vermehrt. Heute kommen Bisamratten von Westfrankreich bis in den äußersten Osten Euroasien (dem Osten Russlands am Pazifik) fast flächendeckend vor.

Die Säugetiere werden auch einfach nur "Bisam" genannt. Die Tiere gelten als weitgehend unproblematisch für die Natur in Deutschland und Europa. Nur für Deiche zum Hochwasserschutz und ähnlichem sind sie ein großes Problem. Sie graben Gänge in die Deiche, die dadurch ihre Schutzfunktion teilweise verlieren. Manche Wissenschaftler sehen durch die Bisamratte auch gewisse Süßwasser-Muscheln gefährdet. Die Tiere fressen einige seltenen Muschelarten gerne.

Bisamratte

Lebensraum Bisamratten: Sie leben an und im Wasser, vor allem in Seen und langsam bis mittelschnell fließenden Flüssen. Die Nagetiere bauen unterirdische Bauten, deren Eingang immer unter der Wasseroberfläche liegt. Wo dies nicht möglich ist, bauen Bisamratten aus Pflanzen und anderem Material, ähnlich wie Biber, Burgen. Je nach Typ nennt man die Behausungen der Tiere Bisambauten oder Bisamburgen.

Aussehen Bisamratte: Die Tiere sind mit Schwanz ausgewachsen meist etwas über einen halben Meter lang und wiegen 1-1,5 kg. Sie sind damit deutlich kleiner als Biber. Die Farbe des Fells ist typischerweise dunkelbraun, aber auch dunklere und hellere Exemplare kommen vor. Früher wurden die Bisams wegen des Fells gejagt.

Ernährung der Bisamratten: Sie fressen vor allem einfach Pflanzen wie Schilf, Blätter, Kräuter und Gräser. Hinzu kommen gelegentlich einige Kleintiere wie Muscheln, Insekten und Krebse.

Vorkommen Bisamratten: In ihrer alten Heimat USA und Kanada sind sie nach wie vor weit verbreitet. Da es in Deutschland kaum Feinde der Tiere gibt, sind sie inzwischen in Deutschland sehr häufig. Ob sie dem Ökosystem in Deutschland schaden oder nützen ist unter Naturschützern umstritten. Bekämpft werden sie vor allem an Teichen. In der Niederlanden gibt es auf Grund der Landgewinnung im Meer sehr viele Teichanlagen, die Bisamratten untergraben. Dort sind Bisamratten wesentlich aktiver bekämpft als in Deutschland. Mehrmals wurden auch in Deutschland Fangprämien ausgesetzt. Manchmal wurden hunderttausende der Nager getötet. Da die Vermehrungsrate der Bisams enorm hoch ist, sind solche Aktionen, wenn überhaupt, nur kurzfristig erfolgreich.

 

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