Wisent


Das Wisent war in Deutschland lange ausgestorben - jetzt gibt es einen ersten Wiederansiedlungsversuch in NRW

Wisente sind große, wild lebende Rinder. Sie wurden vermutlich vor über 500 Jahren in Deutschland ausgerottet. Vor etwa 100 Jahren wurden auch in Asien die letzten wilden Wisente erlegt. Nur einige Tiere in Gefangenschaft haben überlebt. Heute gibt es wieder etwa 5000 Wisente. Die Häfte davon lebt in Polen und Weißrussland in der freien Wildbahn. In Deutschland werden derzeit die ersten Wisente auf ihre Auswilderung vorbereitet. Die Wildrinder werden auch europäische Bisons genannt. Der Wisent ist das größte Tier in Europa (von Meeresbewohnern wie Wale abgesehen).


Bild: © GKor - Fotolia.com

Verbreitung der Wisente

Nach dem Ersten Weltkrieg gab es weltweit nur noch etwa 15 Wisente. Nachdem sich die Tiere in Zoos und Wildparks wieder vermehrt hatten, wurden die ersten Tiere 1952 im ostpolnischen Nationalpark Bialowieza ausgewildert. Später wurden auch in Weißrussland, Russland, im Baltikum und in Slowenien Wisente freiglassen. Heute gibt es in freier Wildbahn und Tierparks insgesamt wieder 4000 - 5000 Tiere. Die Zahl ist deutlich ansteigend. Ein großes Problem ist, dass alle diese Tiere von etwa 10 Vorfahren abstammen. Dies könnte früher oder später zu genetischen Krankheiten führen.

Wiederansiedlung der Wisente in Deutschland

Seit einigen Jahren werden auch in Deutschland die ersten Wisente auf ihre Entlassung in die Freiheit vorbereitet. Im Rothaargebirge, im Südosten von Nordrhein-Westfalen, leben derzeit etwa 15 der Rinder in einem knapp einen Quadratkilometer großen eingezäunten Gebiet. In dem riesigen Gehege sollen die Tiere fast wie in der freien Natur leben und sich an die Freiheit gewöhnen. Nach derzeitigen Planungen soll die Zahl der Wisente bis 2013 auf circa 25 Tiere ansteigen. Dann sollen die Zäune geöffnet werden und Wisente sollen erstmals wieder nach vielen hundert Jahren frei durch Deutschland streifen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Wisente in freier Wildbahn weiter vermehren. Das Rothaargebirge ist ein Mittelgebirge mit großen, zusammenhängenden Wäldern - ideal für Wisente. In dem Mittelgebirge wäre Platz für bis zu 100 Tiere. Das Eingewöhnungsgehege befindet sich im Kreis Siegen-Wittgenstein bei Bad Berleburg. Dort wird derzeit ein Schaugehege und ein Informationszentrum zum Thema Wisente gebaut.

Aktuell (Feb. 2014): Im April 2013 wurden tatsächlich im Rothaargebirge 8 Wisente in die Freiheit entlassen. Die Auswilderung war bisher ein voller Erfolg. Wenige Monate später haben zwei Kühe der kleinen Wisent-Herde Nachwuchs bekommen. Die Gruppe besteht also nun aus 10 Tieren. Auch westlich von Berlin gibt es eine Wisentherde, die naturnah lebt. Allerdings ist hier das riesige Gebiet (Durchmesser etwa 4 km) eingezäunt. Neben Wisenten leben hier auch Wildpferde.

Wisente: Gewicht, Größe und Aussehen

Gewicht Wisente: Ein Freiheit erreichen Wisentbullen etwa ein Gewicht von 400 bis 500 Kilogramm, Wisentkühe meist 300 bis 400 kg. In Zoos und Tierparks gibt es Bullen mit fast einer Tonne Gewicht. Wisente sind somit die größten und schwersten Tiere in Europa.

Größe Wisente: Wisente können eine Länge von bis zu drei Meter haben. Sie erreichen eine Höhe von bis zu 2 Meter.

Aussehen Wisente: Das Fell der Wisente ist braun. Typisch sind die dunklen Beine und der dunkle Kopf. Jungtiere haben ein rötliches Fell. Man kann Wisente mit amerikanischen Bisons kreuzen. Die beiden Arten sind sich sehr ähnlich.

Lebenserwartung und Feinde der Wisente

Wisente erreichen meist ein Alter von 20 bis 25 Jahre. Weibliche Tiere leben etwas länger als Bullen. Feinde haben die Bisons in Mitteleuropa kaum. In Osteuropa werden Jungtiere manchmal von Wölfen angegriffen. Die Maul- und Klauenseuche ist für die Tiere sehr gefährlich.

Lebensraum Wisente

Wisente leben vorwiegend im Wald. Laubwälder werden von den Tieren gegenüber Nadelwälder bevorzugt. In lichten Waldgebieten fühlen sich die europäischen Bisons wohler als im dichten Wald.

Ernährung der Wisente

Wisente fressen überwiegend Gräser, andere Grünpflanzen wie Brennnesseln und Blätter von Bäumen. Auch gehören Baumrinde, Eicheln und ähnliches zur Nahrung der Tiere. Ein ausgewachsener Bulle nimmt täglich circa 50 Kilogramm Nahrung auf.

 


Tierische Superlative: Der Walhai ist der größte Hai auf der Erde, der Bullenhai ist die für den Menschen gefährlichste Art. Die größten Insekten sind Heuschrecken in Neuseeland.

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