Fischotter


Der Fischotter ist die einzige der 13 Otter-Arten auf der Welt, der in Deutschland vorkommt. Der korrekte Name der Art bei uns ist eigentlich Euroasiatischer Fischotter, da es noch zwei weitere Arten von Fischotter auf anderen Kontinenten gibt. Der Fischotter ist in Deutschland immer noch extrem selten und kommt nur in einigen Gegenden vor. Zur Vergrößerung der Fischotter-Bestände wird derzeit viel getan, zum Teil sehr erfolgreich. Biologisch gehören Fischotter zu den Mardern, was manche Laien überrascht.

Vorkommen Fischotter: Bis 1968 wurden Fischotter in Deutschland gejagt. Erst in diesem Jahr wurde das Töten von Fischottern in Deutschland verboten. Fast zu spät. Die Tiere waren bereits fast alle getötet worden. Zudem war in den 60er bis in 90er Jahre viele Gewässer in Deutschland so stark durch den Menschen vergiftet, dass die Fischotter vielerorts ausgestorben sind. Heute ist die Wasserqualität in vielen Bächen und Flüssen wieder besser. Vor allem die Einleitung von Chemikalien wurde der Industrie weitgehend untersagt. Es wird versucht den Fischotter in vielen Gegenden aktiv wieder anzusiedeln.

Ein Fischotter am Wasser

In einigen Gegenden nehmen die Bestände wieder zu, aber bei weitem nicht so stark wie zum Beispiel beim Biber. Der Fischotter hat eine sehr gefährliche Angewohnheit: Anstatt unter Fluss-Brücken einfach hindurchzuschwimmen, geht es über die Brücke. Dabei werden viele Fischotter überfahren. Zur Zahl der Fischotter in Deutschland gibt es einige Statistiken aus den letzten Jahren. Sie gehen von einem Vorkommen der Fischotter in etwa 11-14 der 16 Bundesländer aus. In Rheinland-Pfalz gibt es vermutlich nach wie vor keine Fischotter. Insgesamt gibt es in Deutschland wohl nur 700 - 2000 Fischotter (Stand Anfang 2014). Da die Zahlen in neueren Statistiken etwas höher sind als ältere Zahlen, scheinen die Bestände zuzunehmen. Dennoch gilt der Fischotter als eine sehr stark gefährdete Art. Wesentlich größere Vorkommen an Fischotter gibt es in Osteuropa wie Tschechien, Portugal, Irland und Finnland. In der Schweiz sind die Otter nach wie vor ausgestorben, was sich aber in den nächsten Jahren ändern könnte. In Österreich gibt es einige sehr kleine Vorkommen.

Aussehen und Merkmale der Fischotter: Sie sind etwa (mit Schwanz) 1,20 bis 1,40 Meter lang und können ein Gewicht von bis zu 10 kg haben (Weibchen etwa bis zu 8 Kilogramm). Sie habe ein sehr dichtes, braunes Fell. Am Rücken ist das Fell oft dunkelbraun, am Bauch und vor allem am Hals deutlich heller.

Ernährung Fischotter: Der Otter fängt, wie der Name schon sagt, vor allem Fische. Er geht aber auch auf die Jagd nach Wasservögel wie Enten oder Möwen. Zudem frisst er kleine Säugetiere (Mäuse u.ä.) und auch verschiedene Insekten.

Manche Fischotter leben auch teilweise im Salzwasser im Meer. In Deutschland sind sie aber an Nordsee und Ostsee derzeit kaum zu finden. Sollten die Bestände weiter deutlich zunehmen, könnte man aber auch eines Tages wieder einem Fischotter am Nordseestrand oder auf einer friesischen Insel begegnen. Fischotter leben nicht immer im Wasser, sie können auch eine längere Zeit an Land überleben und von Bach zu Bach oder See zu See wandern.

 

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