Dachs


Dachse gibt es fast überall in Deutschland, in den letzten Jahren sind die Dachs-Bestände in vielen Regionen sogar stark gewachsen. Obwohl Dachse ziemlich groß sind, sieht man sie nur selten. Der Grund ist einfach: Dachse sind nur nachts aktiv, tagsüber verbringen sie in ihren großen, selbstgebauten, unterirdischen Höhlen, dem sogenannten Dachsbau. Dachse sind der größte Vertreter der Marderarten in Deutschland.

Ein Dachsbau kann über viele Jahrzehnte von Generationen von Dachsen benutzt werden. Jede Generation baut das Höhlensystem weiter aus. Manchmal besteht ein Dachsbau aus Dutzenden "Zimmern" (Kammern), Gängen von insgesamt mehreren 100 Meter Länge und 20 oder Eingängen. Oft werde diese Dachsbauten von vielen Dachsen benutzt, manchmal leben auch zusätzlich Füchse in den unterirdischen Bauwerken.

Vorkommen Dachs: Vor etwa 30 Jahren war die Tollwut in Deutschland noch weit verbreitet. Als Hauptüberträger der Krankheit galt der Fuchs. Deshalb versuchte man Füchse auszurotten. Dazu vergaste man die Fuchsbauten. Da Füchse auch in Dachsbauten wohnen und Fuchsbauten und Dachsbauten nicht immer einfach zu unterscheiden sind, wurden die Dachse mitvergast. Nachdem die Tollwut in Deutschland weitgehend besiegt war, haben sich die Bestände an Dachsen wieder deutlich erholt. Heute gelten in vielen Regionen Deutschlands Dachse sogar wieder als häufig. In den meisten Bundesländern werden Dachse sogar wieder bejagt. Man schätzt, dass in Deutschland  die Zahl der Dachse 500.000 - 800.000 beträgt (im Jahr 2013). Dies sind etwa 3-5 Mal so viel als vor 20-25 Jahren. Dachse kommen in fast allen Ländern Europas vor, auch auf einigen Insel wie Großbritannien und Kreta.

Aussehen Dachs:  Die Tiere werden circa 70 bis 80 Zentimeter lang (ohne Schwanz) und wiegen 10 bis 15 Kilogramm. Die Fellfarbe ist meist schwarz-weiß und grau. Die lange Nase erinnert an einen Rüssel. Typisch sind die "Zebra-Streifen" am Kopf bzw. im Gesicht in schwarz-weiß (siehe Bild).

Ein Dachs mit den typischen Streifen am Kopf

Ernährung Dachs: Wenn es nicht allzu trocken ist, frisst der Dachs vor allem Regenwürmer. Aber auch weitere Kleintiere wie Käfer und andere Insekten stehen auf dem Speiseplan des Dachs. Als Allesfresser frisst er aber auch Getreide und Mais von den Feldern. Dazu kommen gelegentlich Mäuse, Wühlmäuse und auch mal ein kleineres Kaninchen. Aas gehört zur Ernährung des Dachs.

Lebensraum Dachs: Dachse wohnen in Wäldern, oft nicht so weit vom Waldrand. Sie bevorzugen Mischwälder, gerne mit vielen Hecken, Sträuchern und ähnlichem.

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