Gänse in Deutschland: Alle Gänsearten


Die Gänse gehören in der Biologie zu den Enten oder genauer zu den Entenvögeln. Gänse sind relativ große Enten. Im Gegensatz zu anderen Entenvögeln unterscheiden sich weibliche und männliche Gänse in der Regel nur wenig. Unter Wissenschaftler gibt es Gänse und Halbgänse. Auch Schwäne zählen zu den Gänsen. Alle diese Tiere gehören zu den Entenvögeln. In diesem Artikel werden jedoch, vielleicht etwas unwissenschaftlich, Vögel vorgestellt, die für Laien zu den Gänsen zählen. Dies sind alle Arten, die den Wortteil "Gans" im Namen haben. Über Schwäne und andere Entenvögel folgt bald ein weiterer Artikel auf dieser Webseite.

Nach der obigen Definition gibt es sechs Gänsearten in Deutschland. Dazu kommen noch der häufige Höckerschwan und der extrem seltene Singschwan. Die beiden Schwanenarten werden, wie gesagt, in einem anderen Artikel behandelt.


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Hier ist kleine Übersicht über die Gänsearten in Deutschland:

Graugans: Dies ist die häufigste Gänseart in Deutschland. Es ist die einzige Gans, die es schon immer flächendeckend in Deutschland gab. Auch unsere Zuchtgänse, die wir an Weihnachten verspeisen, stammen von dieser Gans ab. Graugänse sind am Rücken und Hals braun, am Bauch weiß, Schnabel und Beine sind typischerweise rot. Diese Gänseart sind große Vögel: Der Flügelspannweite ausgewachsener, großer Graugänse beträgt bis zu 1,80 Meter.

Die Vögel essen vor allem Gras und andere Grünpflanzen an Land. Das Vorkommen der Graugans ist groß und hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Genauer Zahlen sind uns leider nicht bekannt, aber wir gehen von mindestens 40.000 Brutpaaren in Deutschland aus.

Kanadagans: Diese Gansart erkennt man vor allem am langem schwarzen Hals und dem weißem Fleck auf dem Kinn. Sie kamen ursprünglich in Europa nicht vor, sondern stammen aus Amerika.


Bild: © stephan - Fotolia.com

Seit etwa 50 Jahren breiten sie sich in Europa immer mehr aus, nachdem sie von Menschen aus Übersee mitgebracht wurden. Über diese Gänseart haben wir bereits einen eigenen Artikel verfasst.

Nilgans: Man erkennt die Tiere an dem hellen Gesicht und dem dunklem Fleck um die Augen herum. Auch die Nilgans gehört zu den Gänsearten, die bei uns ursprünglich nicht heimisch waren. In den letzten Jahren erfolgte eine rasante Verbreitung der Nilgänse von Holland aus. Zuerst besiedelten die Gebiete Gegenden entlang des Rheins.

Inzwischen kommen die Vögel bis Berlin vor, auch an der oberen Donau sind sie seit 2013 zu finden. Mehr zu dieser Gänseart.

Brandgans: Diese Tiere haben am Körper überwiegend weiße Federn. Der Kopf und der lange Hals ist dunkelgrün bis schwarz. Am Rücken haben die schönen Vögel einige Federn in verschiedenen Farben. Sie kommen bei uns nur in der nähe der Küste vor und auf einigen Nordseeinseln: Brandgänse sind selten.

Rostgans: Diese Vögel kamen ursprünglich vor allem in Asien vor, inzwischen sind sie auch in Mitteleuropa heimisch geworden. Rostgänse ist aber in Deutschland nach wie vor selten, in der Schweiz etwas häufiger. Die Bestände nehmen jedoch in vielen Gegenden zu. Die Gänseart ist am größten Teil des Körpers rostfarben, am Kopf weiß und am Körperende schwarz.

Weißwangengans: Diese Gänseart kam in den letzten Jahrzehnten aus Nordeuropa zu uns. Inzwischen gibt es vor allem in Norddeutschland mehrere tausend Brutpaare. Der Körper ist schwarz-weiß. Der Kopf ist schwarz, an der Seite (Wangen) weiß. Daher der Name diese Vogelart.

 

 

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