Waldrapp


Der Waldrapp ist ein extrem seltener Schreitvogel, die zu den Ibissen gehören. Die Art wird auch Klausrabe genannt. Der Waldrapp war lange Zeit in Deutschland ausgestorben. Die Versuche der Wiederansiedlung in den letzten Jahren sind eine sehr spannende Geschichte. Mit großen Aufwand wird versucht in Zoos gezüchtete Waldrappen in Deutschland und Österreich auszusetzen. Da es unter den Tieren keine ältere, erfahrene Tiere gibt, die den Weg der Zugvögel in den Süden kennen, versuchen Tierschützer ihnen den Weg gen Süden zu zeigen. Dies geschieht, sehr aufwendig, mit Ultraleichtflugzeugen.


Bild: © Marcel Schauer - Fotolia.com

Die Waldrappen war eins weit verbreitet, in ganz Mitteleuropa, doch sie wurden nach der Erfindung von Schusswaffen sehr stark bejagt. Für die Menschen galten seine Küken als Delikatesse. Auch erwachsene Vögel landeten im Kochtopf. Anfang der 17. Jahrhundert waren die Vögel in Europa ausgerottet. Lange Zeit dachte man, die Waldrappen seinen weltweit ausgestorben. Später fand man doch noch Restbestände im Nahen Osten und in Afrika. In vielen Zoos, allen voran in Wien, wurden die Tiere in Gefangenschaft gehalten und vermehrten sich.

Vor etwa 10 Jahren begannen die ersten Auswilderungsprogramme in den Ländern Spanien, Österreich und Deutschland. Ob die Wiederansiedlung erfolgreich sein wird, ist noch unklar. Zwar gibt es nun die ersten Vögel, die selbstständig Richtung Süden und zurück fliegen. Einige sind jedoch verstorben, mehrere Vögel wurden sogar, möglicherweise vorsätzlich, von Jägern in Italien erschossen. In Spanien und Marokko ist die Ansiedlung des Waldrapp ebenfalls im vollen Gange. In Marokko haben sich die Bestände etwas vermehrt. In Syrien ist die Lage auf Grund des Bürgerkriegs (Ende 2012) unklar. Ganz aussterben wird der Waldrapp wohl aber nicht, in Gefangenschaft leben etwa 2500 Vögel weltweit. Dort vermehren sie sich gut.

Die deutschen und österreichischen Waldrappen werden mit sehr leichten GPS-Geräten ausgestattet. Somit kann die Position der Tiere jederzeit in Echtzeit bestimmt werden. Ändert ein Waldrapp seine Position für einige Zeit nicht, wird der Waldrapp von Vogelschützern umgehend gesucht. So konnten schon einige verletzte Tiere gerettet werden.

Die Waldrappen werden um die 70 cm Zentimeter groß. Sie haben ein federloses, rotes Gesicht und ebenfalls einen langen, roten Schnabel. Der Hinterkopf hat verlängerte Federn. Die Federn sind glänzend schwarz.

Die Waldrappen haben ein Größenunterschied zwischen Männchen und Weibchen. Die Männchen sind etwas grösser und schwerer als die Weibchen. Beide Geschlechter sehen sonst fast gleich aus. Das Gewicht eines erwachsenen Waldrapp liegt bei 1-1,5 kg.

Die Waldrapp-Weibchen brühen einmal im Jahr im Frühling. Sie legen etwa drei Eier. Waldrappen haben eine Lebenserwartung von bis zu 20 Jahre.

Der Waldrapp sucht seine Nahrung am Boden. Seine Nahrung besteht vor allem aus Insekten wie Würmer und Käfer.

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