Gänsegeier


Der Gänsegeier, wissenschaftlich Gyps fulvus genannt, hat seinen Namen seinem gänseartigen Hals zu verdanken. Er gehört zu den Greifvögeln und ist an seinem Gefiederfarben von anderen Geierarten am einfachsten zu unterscheiden: Während Kopf und Hals sehr hell sind, ist der Körper hellbraun bis hellrotbraun gefärbt, und die Flügelfedern und Schwanzfedern sind auffallend dunkel, meist fast schwarz. Mit einer Spannweite von ungefähr 2,50 Meter, einer Körperlänge von bis zu einem Meter und einem Gewicht von etwa 7 kg ist der Gänsegeier eine sehr große Vogelart. Kaum ein Vogel in Europa ist größer. Die Tiere sind sehr gesellig und leben gemeinsam in Kolonien.


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Ernährung der Gänsegeier

Sie ernähren sich hauptsächlich von Aas, entweder frischem oder schon zum Teil verwesten. Dabei verspeisen sie das Muskelfleisch, den Mageninhalt und die inneren Organe. Als Aasfresser übernehmen die Gänsegeier somit eine wichtige Rolle in der Natur und sorgen für Hygiene und die Eindämmung von Krankheiten. Da es durch moderne Tierhaltung und neue europäische Verordnungen immer weniger Aas gibt, droht der Bestand einzubrechen. Dies gilt zum Beispiel für Spanien.

Verbreitung Gänsegeier

In Deutschland ist der Gänsegeier vor gut 150 Jahren ausgestorben, sein Lebensraum erstreckt sich heutzutage von Spanien über den Balkan, die Türkei bis in den Nahen Osten und Asien bis Indien. Im Mittelalter waren sie noch sehr verbreitet in Deutschland. Erst seit Anfang des 21. Jahrhunderts werden wieder vereinzelte Gänsegeier in Süddeutschland im Sommer gesichtet. Dies sind vor allem hungrige Tiere, die in anderen Ländern Europas nichts mehr zu fressen fanden. Auch auf einigen Touristeninsel im Mittelmeer leben Gänsegeier. Dazu zählen zum Beispiel Kreta und Mallorca.

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